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4962 Frauenstein, Österreich

Geschichte

Glasbilder Peter und Wolfgang Paumgartner siehe unter:
wwwg.uni-klu.ac.at/kultdoku/kataloge/57/html/3889.htm

 

1290 wurde in der freien Reichsstadt Nürnberg
das Brauen von Bier mit Hafer, Weizen, Roggen und Dinkel verboten. Erlaubt war nur Gerste.

Schon seit 1493 bestand bereits in Niederbayern eine Bierbrauverordnung, welche vermutlich Peter Baumgartner - Doktor aller Rechte und Kanzler zu Landshut - in der Schreibstube seines Schlosses Frauenstein neu ausgearbeitet hat.

Im Landtag zu Ingolstadt unterzeichnete Herzog Wilhelm IV.  1516 diese Bierbrauverordnung und machte sie Gesetz, welches noch heute rechtens ist.

Die Geschichte von Schloss Frauenstein

Am rechten Innufer gegenüber der Ortschaft Ering stehen, auf einem Schotter-Konglomeratfelsen, heute die Überreste des Schlosses Frauenstein. Der strategisch günstig liegende Ort ist schon in der Frühzeit bis ins späte Mittelalter besiedelt und wehrhaft befestigt worden.

2500 v. Chr. Bronzeschwertfund im Inn, Kammstrichtopffund bei Frauenstein zu besichtigen im Braunauer Museum Herzogsburg
500 - 15 v. Chr. Fund bronzerner Schalen und einer Schnabelkanne, zu besichtigen im Landesmuseum Linz Besiedelung durch keltische Stämme (südl. des Inns, durch Noriker)
15 v - 488 n. Chr. Römische Besatzung: Kastell – Wachturm – Anlegestelle
10. Jhd. Graf Gerold Herr über Ering mit den Burgen Aspach, Erneck, Frauenstein - damals „Ernstein“
1009 Kaiser Heinrich II, der Heilige, schenkt dem Hochstift Bamberg die Herrschaft Ering - Erneck - Ernstein
1127 Die Grafen Gerold und Christine  herrschen über Ering, Erneck, Aspach und Ernstein
1296 - 1377 Grafen von Hals besitzen 81 Jahre das Herrschaftsgebiet Ering vermutlich auch Frauenstein.
1400 verkaufte Ritter Heinrich Weckhinger die Burg Ernstein an Ritter Wilhelm von Fraunhoven, welcher Ernstein umbaute und in Fraunstein umbenannte.
1435 kaufte Herzog Heinrich der Reiche von Niederbayern / Landshut Frauenstein und vereinte somit die
Herrschaft Ering - Erneck - Fraunstein.
1504 - 1506 Niederbayerischer Erbfolgekrieg – Plünderung u. teilweise Zerstörung von Frauenstein
1508 Herzog Albrecht der Weise von Bayern – München verkauft die Trümmer Frauensteins an seinen Rat Peter Baumgartner, Doktor aller Rechte, Kanzler zu Landshut und an seinen Bruder Wolfgang Baumgartner, Rentmeister zu Burghausen
1508 – 1519 Um- und Neubau des Schlosses
1516 Das Reinheitsgebot - Bierbrauverordnung - wird in Frauenstein von Dr. Peter Baumgartner in seiner Amtszeit niedergeschrieben und am Landständetag zu Ingolstadt von Herzog Wilhelm IV. erlassen      
1743 wird im österreichischen Erbfolgekrieg Schloss Stubenberg zerstört.
1772 starb Johann, Josef, Franz, Albert, Thaddäus, Maximilian, Reichsgraf von Paumgarten und Frauenstein, Herr in Erneck Frauenstein, Ering, Malching, Pocking, Stubenberg, Ammerland, Berg etc. Minister.
1807 Max  Baumgartner ließ einen Teil des Schlosses abtragen und neben dem Getreidespeicher ein Herrenhaus errichten, die heutige Burgschänke. Als 1808  Max Baumgartner starb fiel alles an Karl von Paumgarten zu Stubenberg.
1885 sterben die Baumgartners aus, das Schloß geht in den Besitz des Freiherrn Herbert von Veningen über
1939 - 1942 Bau der Staustufe bei Frauenstein
1997 Der Verein „Lebendiges Frauenstein“ pachtet das Schloß auf 99 Jahre von Baron Veningen, um es zu beleben und vor dem endgültigen Verfall zu bewahren.
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