Glasbilder Peter und Wolfgang Paumgartner siehe unter:
http://wwwg.uni-klu.ac.at/kultdoku/kataloge/57/html/3889.htm

1290 wurde in der freien Reichsstadt Nürnberg
das Brauen von Bier mit Hafer, Weizen, Roggen und Dinkel verboten. Erlaubt war nur Gerste.

Schon seit 1493 bestand bereits in Niederbayern eine Bierbrauverordnung,
welche vermutlich Peter Baumgartner,
Doktor aller Rechte und Kanzler zu Landshut, in der Schreibstube seines Schlosses Frauenstein neu ausgearbeitet hat. Im Landtag zu Ingolstadt unterzeichnete Herzog Wilhelm IV.  1516 diese Bierbrauverordnung und machte sie Gesetz, welches noch heute rechtens ist.

 

Peter Paumgartner zu Fraunstain Beder Rechtn Doktor , Anna vo Trenbach uxor

Die Geschichte von Schloss Frauenstein
Am rechten Innufer gegenüber der Ortschaft Ering stehen, auf einem Schotter-Konglomeratfelsen, heute die Überreste des Schlosses Frauenstein. Der strategisch günstig liegende Ort ist schon in der Frühzeit bis ins späte Mittelalter besiedelt und wehrhaft befestigt worden

500 – 15 v.Chr.

Besiedelung durch keltische Stämme (südl. des Inns, durch Noriker)

15 v. – 488 n. Chr.

Römische Besatzung: Kastell – Wachturm – Anlegestelle

10. Jhd.    

Erbauung einer frühmittelalterlichen Burg - genannt „Ernstein“

1009

Kaiser Heinrich II, der Heilige, schenkt dem Hochstift Bamberg die Herrschaft Ering - Erneck - Ernstein

1127    

Die Gaugrafen Gerold und Christine von Frauenstein herrschen über Ernstein

1296 -1377

Grafen von Hals  herrschten 81 Jahre im Herrschaftsgebiet Ering vermutlich auch Frauenstein.

1400

verkaufte Ritter Heinrich Weckhinger die Burg Ernstein an Ritter Wilhelm von Fraunhoven, welcher Ernstein umbaute und in Fraunstein umbenannte.                

1435

kaufte Herzog Heinrich der Reiche von Niederbayern / Landshut Frauenstein und vereinte somit die
Herrschaft Ering - Erneck - Fraunstein.   

1504 – 1506

Niederbayerischer Erbfolgekrieg – Plünderung u. teilweise Zerstörung von Frauenstein

1508  

Herzog Albrecht der Weise von Bayern – München verkauft die Trümmer Frauensteins an seinen Rat Peter Baumgartner, Doktor aller Rechte, Kanzler zu Landshut und an seinen Bruder Wolfgang Baumgartner, Rentmeister zu Burghausen

1508 – 1519

Um- und Neubau des Schlosses

1516

Das Reinheitsgebot - Bierbrauverordnung - wird in Frauenstein von Dr. Peter Baumgartner in seiner Amtszeit niedergeschrieben und am Landständetag zu Ingolstadt von Herzog Wilhelm IV. erlassen                      

1743

wird im österreichischen Erbfolgekrieg Schloss Stubenberg zerstört.

1772

starb Johann, Josef, Franz, Albert, Thaddäus, Maximilian, Reichsgraf von Paumgarten und Frauenstein, Herr in Erneck Frauenstein, Ering, Malching, Pocking, Stubenberg, Ammerland, Berg etc. Minister.

1807

Max  Baumgartner ließ einen Teil des Schlosses abtragen und neben dem Getreidespeicher ein Herrenhaus errichten, die heutige Burgschänke. Als 1808  Max Baumgartner starb fiel alles an Karl von Paumgarten zu Stubenberg.

1885

sterben die Baumgartners aus, das Schloß geht in den Besitz des Freiherrn Herbert von Veningen über

1939 – 1942 

Bau der Staustufe bei Frauenstein

1997

Der Verein „Lebendiges Frauenstein“ pachtet das Schloß auf 99 Jahre von Baron Veningen, um es zu beleben und vor dem endgültigen Verfall zu bewahren.                     

[Tempus Rapax] [Mitglieder] [Burg Frauenstein] [Wappengalerie] [Renovierung] [Geschichte] [Mittelalterfest] [Hist. Darstellung] [Kinderprogramm] [Kalender] [Kontakt] [Links]